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Vollständige Version anzeigen : 50 Jahre Realschule Kastanienallee Velbert


Heide
14.05.2007, 16:31
Ende des Monats feiert die Realschule Kastanienallee in Velbert ihr 50jähriges Bestehen. 40 Jahre nach meiner Schulentlassung werde ich wieder an den Ort gehen, an dem mir im ersten Schuljahr die Klassenlehrerin Frau Wachs sagte: Einmal rechts, immer rechts schreiben.

Leider ist diese Sorte von Pädagogen noch nicht ausgestorben.

Ein schönes Wochenende
Heide

Matthias Wüstefeld
15.05.2007, 07:01
Ende des Monats feiert die Realschule Kastanienallee in Velbert ihr 50jähriges Bestehen. 40 Jahre nach meiner Schulentlassung werde ich wieder an den Ort gehen, an dem mir im ersten Schuljahr die Klassenlehrerin Frau Wachs sagte: Einmal rechts, immer rechts schreiben.

Leider ist diese Sorte von Pädagogen noch nicht ausgestorben.


Hallo Heide,

sicher werden bei dem Besuch deiner alten Schule in dir Gefühle von früher wach gerufen.
Gefühle von Bevormundung: Schreibe mit Rechts!
Das Gefühl die eigene Wahrnehmung, mit links ginge es aber besser, verdrängen zu müssen.

In Gesprächen mit Lehrern und Erziehern auf Forträgen und Veranstaltungen zum Thema Linkshändigkeit, treffe ich immer wieder auf Betroffenheit bei den Erziehern und Lehrern. Vielen Erziehern und Lehrern wurde früher beigebracht, dass alle mit der rechten Hand schreiben lernen müssen.
Es gab nur sehr wenige Lehrer und Erzieher, die die Linkshändigkeit des Kindes in Kindergarten und Schule respektierten.

Durch die gute Grundlagenforschung (Sattler und andere), durch Öffendlichkeitsarbeit und Vorträge (präventive Arbeit) wandelt sich langsam die Einstellung zur Linkshändigkeit.

Durch vorsichtige Gespräche mit Lehren und Erziehern über die eigene Lebensgeschicht als umgeschulter/rückgeschulter Linkshänder, besteht die Möglichkeit auf die Notwendigkeit einer linkshändergerechten Förderung aufmerksam zu machen.


Ich wünsche dir das der Besuch deiner alten Schule ein gutes Gefühl hinterlässt.

Heide
02.06.2007, 20:09
Hallo Matthias,

am Donnerstag war ich in meiner "alten" Schule. Erinnerungen kamen: Der Pausenhof, die Erinnerung an den weißen Strich: links hielten sich die Jungs auf, rechts die Mädels. Bei Regenwetter gingen wir Mädchen in der großen Pausen auf dem oberen Gang hintereinander, die Jungs unten unter der Ballustrade. In der vorletzten Klasse dann die Entscheidung die Linie zu missachten und niemand vom Lehrpersonal sagte etwas dagegen. Die Klassenzimmer, alles kam mir vertraut vor. Es war, als wenn die Zeit stehen geblieben wäre. Vor Ort kam die Erinnerung hoch, ich bin gern zur Schule gegangen, ich wollte viel lernen und vor allem habe ich mich auf das Läuten der Schulglocke um 13.15 Uhr gefreut.

In der Aula standen zur offiziellen Feierstunde Stühle bereit und als ich mich hinsetzte, war neben mir noch ein Platz frei. Wie der Zufall es will, wer setzt sich dahin: Meine Sportlehrerin. Mein erster Gedanke: das muß nicht sein. Und das war es schon.

Das Kapitel Meine Schulzeit ist Vergangenheit. Heute ist die Zukunft. Ich habe die Möglichkeit genutzt, die Vorsitzende der Elternpflegschaft zu sprechen. Mich interessierte, wie hoch der Anteil von Linkshänderkinder in der Schule ist. Sie sprach von ihr bekannten 2 Linkshänderschülern in der Klasse Ihres Kindes. Sie wollte sich bei der Rektorin erkundigen, wie es in den anderen Klassen ist und mir das Ergebnis mitteilen.

Zum Ende der offiziellen Feier kam ich ins Gespräch mit einem Mitschüler der Parallelklasse. Er hatte durch stayfriends.de schon meine Homepage besucht und wußte, daß ich mich aus persönlichen Gründen für die Händigkeit interessiere. Er ist auch umgeschulter Linkshänder und so hatten wir gleich ein Gesprächsthema. Es hat sich hier wieder gezeigt, Linkshändigkeit ist nur für Betroffene ein Gesprächsthema.

Ich wünsche Dir ein erholsames Wochenende
Bärbel

hk7afh
02.06.2007, 20:52
Hallo Bärbel
Ich finde auch das in der grundschule schon darauf geachtet
werden muss wie ein Kind schreibt und ob es den Stift richtig hält
eigentlich schon im Kindergarten . meine Tochter ist linkshänder und hat sich das schreiben von ein Rechtshändiges Kind abgeguckt.
gruss Heike

Matthias Wüstefeld
02.06.2007, 22:33
Hallo Matthias,

am Donnerstag war ich in meiner "alten" Schule. Erinnerungen kamen: Der Pausenhof, die Erinnerung an den weißen Strich: links hielten sich die Jungs auf, rechts die Mädels. Bei Regenwetter gingen wir Mädchen in der großen Pausen auf dem oberen Gang hintereinander, die Jungs unten unter der Ballustrade. In der vorletzten Klasse dann die Entscheidung die Linie zu missachten und niemand vom Lehrpersonal sagte etwas dagegen. Die Klassenzimmer, alles kam mir vertraut vor. Es war, als wenn die Zeit stehen geblieben wäre. Vor Ort kam die Erinnerung hoch, ich bin gern zur Schule gegangen, ich wollte viel lernen und vor allem habe ich mich auf das Läuten der Schulglocke um 13.15 Uhr gefreut.
Hallo Bärbel,

wenn ich eine Schule besuche, unser Ältester hat jetzt gerade sein Abitur bestanden,die beiden anderen gehen in die 11. und 9. Klasse, kommen immer wieder Erinnerungen an meine Schulzeit hoch. Positive wie negative. Die Negativen sind häufig beim Betreten des Gebäudes und legen sich meistens schnell wieder. Es sind Gefühle von Unzulänglichkeit.

In der Aula standen zur offiziellen Feierstunde Stühle bereit und als ich mich hinsetzte, war neben mir noch ein Platz frei. Wie der Zufall es will, wer setzt sich dahin: Meine Sportlehrerin. Mein erster Gedanke: das muß nicht sein. Und das war es schon.

Das Kapitel Meine Schulzeit ist Vergangenheit. Heute ist die Zukunft. Ich habe die Möglichkeit genutzt, die Vorsitzende der Elternpflegschaft zu sprechen. Mich interessierte, wie hoch der Anteil von Linkshänderkinder in der Schule ist. Sie sprach von ihr bekannten 2 Linkshänderschülern in der Klasse Ihres Kindes. Sie wollte sich bei der Rektorin erkundigen, wie es in den anderen Klassen ist und mir das Ergebnis mitteilen.
Das Ergebnis interessiert mich sehr.


Zum Ende der offiziellen Feier kam ich ins Gespräch mit einem Mitschüler der Parallelklasse. Er hatte durch stayfriends.de schon meine Homepage besucht und wußte, daß ich mich aus persönlichen Gründen für die Händigkeit interessiere. Er ist auch umgeschulter Linkshänder und so hatten wir gleich ein Gesprächsthema. Es hat sich hier wieder gezeigt, Linkshändigkeit ist nur für Betroffene ein Gesprächsthema.
Das stelle ich auch immer wieder fest, denn heuten wird ja keiner mehr in der Schule umgeschult und deshalb ist das Thema in der Agenda nicht mehr enthalten. Im aktuellen Lehrplan von NRW (2003) ist im Gegensatz zum Lehrplan von 1985 in dem einige Informationen zur Förderung linkshändiger Kinder enthalten waren, das Thema Linkshändigkeit nicht mehr zu finden.
Ich wünsche Dir ein erholsames Wochenende
BärbelIch Dir auch und erholsame Besuche im Zoo.